Preisträger im Dezember 2013:

Knowledge Club Berlin

Wie Schüler ihre Freizeit am sinnvollsten gestalten können, wissen Kinder am besten selbst. Das dachte sich der Berliner Knowledge Club und entwickelte ein vielfältiges außerschulisches Angebot mit Schülern für Schüler.

Gitarre spielen, Fußball für Mädchen, Theater-AG, aber auch Hausaufgabenhilfe für alle Fächer – das kostenlose Freizeitangebot des Knowledge Clubs in der Berliner Richard-Grundschule ist breit gefächert. Es richtet sich an Schüler ab der vierten Klasse, die zum großen Teil aus sozial benachteiligten Elternhäusern kommen, aber auch an die Studierenden in der Nachbarschaft: Schüler sagen, was sie in ihrer Freizeit machen wollen, Studierende helfen ehrenamtlich dabei, ihre Ideen umzusetzen.

Kinderaktion

Foto: Frank Vinken/RWE-Stiftung


Der Knowledge Club bildet hierbei die Nahtstelle. Er übernimmt anfallende Koordinierungs- und Organisationsaufgaben und die Weiterbildung und Betreuung der Ehrenamtlichen. Er versteht sich auch als Anlauf- und Beratungsstätte. Alle Beteiligten – Kinder und Jugendliche, Lehrer, Eltern oder Engagierte aus dem Kiez – können sich hier austauschen, um beispielsweise Vorurteile abzubauen.

Die Kinder sollen durch das Projekt lernen, dass sie mit ihren Ideen etwas bewirken können. In den kostenlosen Kursen können sie außerdem ihre Talente entdecken und diese kontinuierlich weiterentwickeln. Dabei werden soziale Kompetenzen wie Teamfähigkeit und Selbstdisziplin gefördert.

bildog (Logo)

Der Knowledge Club ist eine Kooperation des Vereins Bildung ohne Grenzen (bildog) mit der Richard-Grundschule und wird vom Quartiersmanagement Ganghoferstraße gefördert. Das Projekt wird stetig weiterentwickelt und den Bedürfnissen der Schüler angepasst. Es ist vorbildhaft, sagt die Stiftung Bildung und Gesellschaft, weil es in Zusammenarbeit mit der Schule, mit dem ansässigen Quartiersmanagement und durch die Vernetzung der im Kiez aktiven Vereine so erfolgreich ist.

Seit vier Jahren gibt es den Knowledge Club in Berlin-Neukölln. Seitdem haben mehr als 100 Kinder die Nachmittagsangebote besucht. Rund 3.000 Stunden waren Studierende ehrenamtlich für dieses Projekt tätig. Mehr als 100 Schüler, Eltern, Ehrenamtliche, Lehrer aus der Umgebung haben seit 2011 zusammen mit dem Möbeldesigner Le Van Bo eine Schülerbücherei aufgebaut und in einem medienpädagogischen Filmprojekt den Neukölln-Krimi "Lottokönig Abdallah" produziert.

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