Preisträger im Januar 2014:

Berliner Sprachförderprogramm

MITsprache

Kinder, die die deutsche Sprache beherrschen, haben beste Voraussetzungen, dem Unterricht zu folgen und gute schulische Leistungen zu erbringen. Der Start ins Berufsleben und die Integration in die Gesellschaft werden ihnen somit erleichtert. Das Sprachförderprogramm MITsprache wendet sich an Kinder mit Migrationshintergrund und aus sozial benachteiligten Haushalten. Die Sprachförderung beginnt bereits im Kindergarten und wird in der Grundschule fortgesetzt.

MITsprache (Foto: Stiftung Fairchance)

Foto: Stiftung Fairchance


Schritt für Schritt sollen die Kinder in spielerischen Übungen die deutsche Sprache erlernen. Dabei setzen die Förderer in sprachlich homogenen Kleingruppen auf unbewusstes Lernen, auf Wiederholungen, geben Sprachmodelle vor und üben alltägliche Kommunikationssituationen in authentischen Sprechanlässen. Erzieher und Lehrer werden dafür regelmäßig fortgebildet. Eine Voraussetzung des Programmerfolgs ist aber auch, dass die Eltern über Elternabende, offene Elterntreffs und Hausbesuche mit einbezogen und für das Thema Sprachförderung sensibilisiert werden.

MITsprache fördert derzeit rund 150 Kinder in Berlin-Gesundbrunnen. An dem dortigen Modellprojekt, einer Kooperation der Stiftung Fairchance und des Sprachförderzentrums Berlin-Mitte, nehmen bereits im vierten Jahr fünf Grundschulen und seit zwei Jahren fünf Kitas teil, die mit den Grundschulen kooperieren. So wird die Durchgängigkeit der Förderung von der Kita bis in die Grundschule ermöglicht. Durch die Integration des Konzepts in den Schulalltag können die gecoachten Lehrerkräfte und Erzieher die Sprachförderung selbstständig ohne zusätzliche Unterstützung weiterführen.

Logo der Stiftung Fairchance

Laut Ludwig-Maximilians-Universität München, die das Fairchance-Projekt wissenschaftlich begleitet und evaluiert, ist das Programm MITsprache sehr vielversprechend: Es leiste einen nachweisbaren Beitrag zur Verbesserung der Deutschkenntnisse von Kindern mit Migrationshintergrund oder aus sozial benachteiligten Schichten und trage somit maßgeblich zur Integration bei. Nach dem guten Start beabsichtigt die Stiftung Fairchance die Ausweitung von MITsprache: "Nun planen wir, das nachweislich erfolgreiche Konzept auch auf andere Standorte zu übertragen", sagt die Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Dr. Verena Schöwel.

Mehr Info auf der Website der Stiftung Fairchance