Preisträger im Mai 2014:

Lehrer im Wohnzimmer


Das Projekt "Lehrer im Wohnzimmer" ist in einem Online-Voting zum Primus-Preisträger des Jahres 2014 gewählt worden.


Kinder aus Migrantenfamilien haben es in der Schule oft schwer, da sie die deutsche Sprache nicht beherrschen. Sie haben Schwierigkeiten, dem Unterricht zu folgen, verpassen wichtigen Lernstoff, werden demotiviert und unglücklich. Hier setzt das Projekt "Lehrer im Wohnzimmer" an. Es möchte den Kindern das Erlernen der deutschen Sprache und damit den Zugang zu Bildung und Gesellschaft erleichtern.

Lehrer im Wohnzimmer


Ehrenamtliche Lehrer oder Laienlehrer gehen mindestens zweimal wöchentlich zu ihren Patenkindern nach Hause. Hier treffen sie nicht nur die Kinder, sondern auch ihre Eltern und Geschwister. Sie kümmern sich um Hausaufgaben, sie lesen, spielen und singen mit den Kindern. Mit dem Paten als Sprachvorbild lernen die Kinder die Sprache ihres neuen Heimatlandes. Gemeinsam erkunden sie die Stadt, sie besuchen Büchereien, Museen, Theater oder den Zoo. Alles wird auf Deutsch erklärt, erläutert, besprochen – gelebte Sprachförderung.

Für die Eltern sind die Paten Helfer in Alltagsfragen. Sie unterstützen sie beim Kontakt zur Schule und sie geben ihnen Anregungen zur weiteren Förderung ihrer Kinder.

Die Nina Dieckmann Stiftung, die das Projekt ins Leben gerufen hat, vermittelt die Familien, sie stellt Lehrmaterialien zur Verfügung, kauft Spiele und Bücher für die Kinder und sorgt für die Weiterbildung der Paten. "Lehrer im Wohnzimmer" war als Sprachförderung und Hausaufgabenhilfe für Kinder geplant. Inzwischen ist es zu einem Patenschaftprojekt für die ganze Familie geworden. Mit dem Projekt "Lehrer im Wohnzimmer" hat die Stiftung in fünf Jahren bereits 188 Kinder gefördert.

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Foto: Peter Gauditz/Nina Dieckmann Stiftung