Preisträger im Dezember 2015:

Gefangene helfen Jugendlichen

Foto: Gefangene helfen Jugendlichen e.V.

Wie ist es, jahrelang fernab von Familie und Freunden hinter dicken Gefängnismauern seine Strafte abzusitzen? Um sich eine solche Situation besser vorstellen zu können, berichten ehemalige Kriminelle in Hamburg von ihren persönlichen Erfahrungen.

Sie erzählen in Schulklassen und Jugendgruppen, welche negativen Auswirkungen ihr kriminelles Handeln für die Opfer hatte, aber auch für sie selbst und ihre Familien. Dabei werden die Schüler ab zwölf Jahren auch aktiv einbezogen. Ihre aktuellen Fragen und Probleme werden genutzt, um Themen wie Körperverletzung und Diebstahl altersgerecht in Rollenspielen zu behandeln.

Das Projekt "Präventionsunterricht an Schulen" soll sensibilisieren. Es soll Jugendliche animieren, ihre bereits eingeschlagene kriminelle Laufbahn zu überdenken, bevor der Kreislauf von Gewalt, Straftaten und Drogenmissbrauch nicht mehr zu durchbrechen ist. Aufgrund der hohen Nachfrage wurde das Präventionsangebot überregional ausgeweitet und konnte nun auch in Hannover erfolgreich gestartet werden.

Der Präventionsunterricht ist Teil der Arbeit des Vereins "Gefangene helfen Jugendlichen". Zwei Inhaftierte der Justizvollzugsanstalt Fuhlsbüttel haben 1996 die Initiative ergriffen, um Jugendliche vor einem ähnlichen Schicksal zu bewahren. In Zusammenarbeit mit der Schul- und Justizbehörde entwickelten sie ein umfangreiches Präventionskonzept, dass inzwischen mehr als 10.000 Hamburger Jugendliche erreicht hat.


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Fotos: Gefangene helfen Jugendlichen e.V.

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