Primus-Preis

Preisträger im April 2016:

..., ganz schön stark!!


Die eigene Wahrnehmung fördern, Kreativität entwickeln, Kritik- und Kommunikationsfähigkeit steigern – all dies sind Ziele des Projekts, an dem seit 2001 mehr als 100.000 Kinder an über 80 Schulen teilgenommen haben. Das Bremer Projekt "..., ganz schön stark!!" will die Persönlichkeit und soziale Kompetenz von Kindern altersgerecht stärken. Die Initiatoren, das Landesinstitut für Schule Bremen und das Institut für Gesundheitsförderung und Pädagogische Psychologie (InGePP e.V.), nutzen unter anderem Bewegungsübungen, Rollenspiele und Phantasiereisen. Wertschätzung steht dabei im Mittelpunkt, sowohl des eigenen Ichs als auch der anderen.

Kinder von der Kita bis zur sechsten Klasse entwickeln auf diese Weise früh Widerstandskräfte, um den Belastungen des Lebens möglichst gut gewachsen zu sein. Die Initiative "..., ganz schön stark!!" versteht sich deshalb auch als Präventionsprojekt, um Kids gegen Gewalt und Mobbing, aber auch gegen Suchtgefahren und selbstverletzendes Verhalten zu wappnen. Dies geschieht nicht nur in der Arbeit mit den Kindern während der Projektwochen selbst. Auch Fortbildungen der Lehrkräfte sowie der Erzieherinnen und Erzieher gehören dazu. Ebenso sind die Eltern intensiv miteinbezogen, bis hin zu ganztägigen Trainings.

Foto: Michael Schnelle, LIS Bremen

"Widerstandskraft wird in modernen Gesellschaften immer wichtiger", erklärt die Jury der Stiftung Bildung und Gesellschaft. Doch viele Jugendliche würden darin nicht gefördert. Das nun ausgezeichnete Projekt soll sie stark machen, insbesondere dann, wenn die Kinder in einem schwierigen Umfeld aufwachsen.

So will das Projekt in sozialen Brennpunkten dazu beitragen, dass junge Menschen später eine Perspektive für ihr Leben entwickeln können. Überwiegend finanzieren Eltern und Schulvereine die Trainings. Auch das Landesinstitut für Schule und die Senatorin für Kinder und Schulen in Bremen geben Zuschüsse. Kooperationspartner ist die AOK Bremen/Bremerhaven.

Foto: Michael Schnelle, LIS Bremen
Foto: Michael Schnelle, LIS Bremen