Lunch Club Ahlen

bekommt Primus-Preis des Monats


Viele Kinder, die in Armut leben, bekommen selten eine warme Mahlzeit am Tag und sind oft vom kulturellen und sozialen Leben ausgeschlossen. Der Lunch Club in der nordrhein-westfälischen Stadt Ahlen holt diese Kinder aus ihrer Isolation heraus. Gemeinsam kochen und essen sie und entdecken ihre Stadt. Dafür bekommt das Projekt den Primus-Preis des Monats Juli 2014 von der Stiftung Bildung und Gesellschaft.

Pressemitteilung vom 16. Juli 2014


In diesem Restaurant ist es ein bisschen lauter als in anderen. Bis zu 30 Kinder essen gemeinsam in ihrem Lunch Club dampfende Nudeln mit frisch gekochter Tomatensoße oder frisch zubereiteten Salat. Für manche Kinder in Ahlen ist eine vollwertige, warme Mahlzeit keine Selbstverständlichkeit. Beim gemeinsamen Kochen und Essen will der Lunch Club diesen Kindern zeigen, wie viel Spaß gesunde und ausgewogene Ernährung machen kann.

In einem extra eingerichteten Restaurant bekommen Kinder und Jugendliche zwischen sechs und elf Jahren, deren Eltern finanzielle Probleme haben, kostenloses Essen. Bedient und betreut werden sie von ehrenamtlichen Helfern. Um die Kinder in die Normalität einzubinden, sind selbstverständlich auch Kinder aus wohlhabenden Familien im Lunch Club willkommen.

Aber der Lunch Club will noch mehr. Neben gesunder Ernährung stehen auch kostenlose Hausaufgabenhilfe, Kinobesuche und Ausflüge in die Region auf dem Freizeitplan. Die Kinder bekommen hier Zuwendung, erleben positive Bestätigung und erfahren einmal Bildung ganz anders.

Für diese integrative und fördernde Idee bekommt der Verein Lunch Club e.V. den Primus-Preis des Monats Juli 2014 von der Stiftung Bildung und Gesellschaft.

Ansprechpartner beim Lunch Club:
Pfarrer Markus Möhl
Tel.: (02382) 766 56 04
E-Mail senden


Der Primus-Preis wird jeden Monat an ein kleines, vorbildhaftes Projekt vergeben. Die im Juni 2013 vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft gegründete Stiftung Bildung und Gesellschaft will so Initiativen fördern, die ein konkretes Problem in der Kita oder in der Schule vor Ort aufgreifen und lösen wollen. Wichtig ist, dass die Projekte auf alle Regionen übertragbar sind und nicht parallel agieren, sondern an das staatliche Bildungssystem andocken. Lokale Akteure – wie Arbeitsagenturen oder Schulämter, aber auch Unternehmen sowie kulturelle Einrichtungen – sollten einbezogen sein. Aus allen ausgezeichneten Projekten wird künftig der "Primus des Jahres" gewählt.