Kinderrechte lernen:

Primus-Preis geht an

Gießener Projekt


Kinder haben Rechte! Aber woher wissen Kinder, welche Rechte sie haben?
Eine Antwort hat der Gießener Kinderschutzbund gefunden und das Projekt "Kinderrechte in Kindertagesstätten" entwickelt. Dafür bekommt er den Primus-Preis der Stiftung Bildung und Gesellschaft.

Pressemitteilung vom 16. Februar 2015


Welche Rechte haben Kinder? Was können sie tun, wenn sie bedroht oder vernachlässigt werden, wenn ihr "Nein" nicht gehört wird? Viele Kinder, aber auch viele Erwachsene wissen es nicht.

Der Gießener Kinderschutzbund wollte das ändern und hat ein bis dahin fehlendes Konzept für Kindergartenkinder erarbeitet. Über Rollenspiele oder andere kreative Ansätze lernen Kindergartenkinder, egal aus welchem Land sie stammen oder wie wohlhabend ihre Familien sind, dass kein Kind geschlagen, ausgebeutet, vernachlässigt oder misshandelt werden darf. Neben den Erziehern werden auch die Eltern während des Projektes mit einbezogen und über Kinderrechte informiert und sensibilisiert.

Mit dem Projekt soll das Sozialverhalten und das gleichberechtigte Zusammenleben der Kinder gefördert werden. Für diese nachhaltige Idee verleiht die Jury der Stiftung Bildung und Gesellschaft dem Projekt "Kinderrechte in Kindertagesstätten" den Primus-Preis des Monats Februar.

Das Gießener Konzept für die Vermittlung von Grundsätzen der Demokratie, der Gleichberechtigung und der Nichtdiskriminierung sowie des friedlichen Zusammenlebens wird bereits in vielen Kindergärten der Region eingesetzt und könnte jederzeit bundesweit auf Kitas übertragen werden.


Website des Kinderschutzbunds Gießen


Ansprechpartnerin beim Deutschen Kindeschutzbund
Orts- und Kreisverband Gießen e.V.:
Sylvia Löffler
Tel.: (0641) 49 55-030

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Der Primus-Preis wird jeden Monat an ein kleines, vorbildhaftes Projekt vergeben. Die im Juni 2013 vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft gegründete Stiftung Bildung und Gesellschaft will so Initiativen fördern, die ein konkretes Problem in der Kita oder in der Schule vor Ort aufgreifen und lösen wollen. Wichtig ist, dass die Projekte auf alle Regionen übertragbar sind und nicht parallel agieren, sondern an das staatliche Bildungssystem andocken. Lokale Akteure – wie Arbeitsagenturen oder Schulämter, aber auch Unternehmen sowie kulturelle Einrichtungen – sollten einbezogen sein. Aus allen ausgezeichneten Projekten wird der "Primus des Jahres" gewählt.