Manege frei: Primus-Preis geht an

den Schulzirkus Lisamartoni


Gymnasiasten und Förderschüler aus Böblingen und Sindelfingen treten gemeinsam in der Manege auf. Das integrative Projekt "Schulzirkus Lisamartoni" erhält den Primus-Preis der Stiftung Bildung und Gesellschaft im Monat März 2015.

Pressemitteilung vom 18. März 2015


Gemeinsam eine Trapeznummer einstudieren, die Zuschauer als Clowns zum Lachen bringen oder mit Keulen jonglieren – Schüler des Lise-Meitner-Gymnasiums Böblingen und der Martinsschule Sindelfingen begeistern jedes Jahr das Publikum im Schulzirkus Lisamartoni. Dass dabei behinderte und nicht behinderte Kinder die Stars in der Manege sind, zeichnet das Projekt in besonderer Weise aus. Die Schüler lernen Vorurteile abzubauen, sind körperlich aktiv und künstlerisch kreativ. Die Stiftung Bildung und Gesellschaft verleiht dem Projekt "Schulzirkus Lisamartoni" jetzt den Primus-Preis des Monats März. Der Preis ist mit 1.000 Euro dotiert.

"Der Schulzirkus zeigt auf eindrucksvolle Weise, wie Inklusion gelebt werden kann. Behinderte und nicht behinderte Kinder schaffen gemeinsam ein kreatives Produkt, in das jeder seine individuellen Stärken einbringt. Die Anerkennung ist ihnen gewiss", so die Jury der Stiftung Bildung und Gesellschaft.

Das Projekt "Schulzirkus Lisamartoni" gibt es seit 2007 und wurde bereits mit mehreren Preisen ausgezeichnet. Ungefähr 110 Schüler nehmen jedes Jahr an dem freiwilligen Projekt teil. Begleitet werden die Schüler von ihren Lehrern und Sonderpädagogen, aber auch von Artisten und Zirkuspädagogen. Ihre Zusammenarbeit haben die beteiligten Schulen auch darüber hinaus ausgebaut. So gibt es mittlerweile auch ein Musicalprojekt oder inklusive Unterrichtsprojekte.

Website zum Schulzirkus Lisa Martoni

Kontakt:
Lisamartoni e.V.
Triberger Str. 20
71034 Böblingen
Tel.: (07031) 81 12 81
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Der Primus-Preis wird jeden Monat an ein kleines, vorbildhaftes Projekt vergeben. Die im Juni 2013 vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft gegründete Stiftung Bildung und Gesellschaft will so Initiativen fördern, die ein konkretes Problem in der Kita oder in der Schule vor Ort aufgreifen und lösen wollen. Wichtig ist, dass die Projekte auf alle Regionen übertragbar sind und nicht parallel agieren, sondern an das staatliche Bildungssystem andocken. Lokale Akteure – wie Arbeitsagenturen oder Schulämter, aber auch Unternehmen sowie kulturelle Einrichtungen – sollten einbezogen sein. Aus allen ausgezeichneten Projekten wird der "Primus des Jahres" gewählt.