Junge Unternehmer: Primus-Preis

geht an Hamburger Schülerfirma


Im Projekt "VeddelERleben" betreiben Schüler eine eigene Stadtteilhalle. Hier lernen sie unternehmerisches Denken und eigenverantwortlich zu organisieren. Dafür erhält das Projekt im April den Primus-Preis der Stiftung Bildung und Gesellschaft.

Pressemitteilung vom 15. April 2015


Ein eigenes Unternehmen schon in der Schule gründen? Wovon viele nur träumen, ist für 13- bis 15-jährige Schüler in Hamburg längst Realität. Im Projekt "VeddelERleben" sind Schüler der achten und neunten Klasse für eine Stadtteilhalle verantwortlich. Sie übernehmen die Hallenplanung für Sportvereine, machen die Buchhaltung, entwerfen Flyer und organisieren Turniere oder andere Veranstaltungen. Selbst das Thalia Theater hat hier schon geprobt. Dabei lernen die Schüler Eigenverantwortung, Kreativität und Teamarbeit.

Für diesen praktischen Ansatz unternehmerisches Denken zu vermitteln, verleiht die Stiftung Bildung und Gesellschaft dem Projekt "VeddelERleben" den Primus-Preis des Monats April. Er ist mit 1.000 Euro dotiert.

Die Schüler erhalten Einblicke in konkrete wirtschaftliche und soziale Zusammenhänge. Sie müssen sich – wie im normalen Wirtschaftsleben auch – als Mitarbeiter der Schülerfirma bewerben. Zu Beginn des Projektjahres erhält jeder Mitstreiter ein Kommunikationstraining und im weiteren Verlauf zusätzliche Fortbildungen, beispielsweise in Buchhaltung und Veranstaltungstechnik.

Die Schülerfirma "VeddelERleben" wurde im August 2010 durch den Verein Get the Kick in Kooperation mit der Stadtteilschule Wilhelmsburg gegründet. Momentan sind 42 Schülerinnen und Schüler in der Firma beschäftigt.

Website zum Projekt "VeddelERleben"

Kontakt:
Get the Kick e.V.
Ernst-Ulrich Koch
Tel.: (0171) 81 02 552
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Der Primus-Preis wird jeden Monat an ein kleines, vorbildhaftes Projekt vergeben. Die im Juni 2013 vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft gegründete Stiftung Bildung und Gesellschaft will so Initiativen fördern, die ein konkretes Problem in der Kita oder in der Schule vor Ort aufgreifen und lösen wollen. Wichtig ist, dass die Projekte auf alle Regionen übertragbar sind und nicht parallel agieren, sondern an das staatliche Bildungssystem andocken. Lokale Akteure – wie Arbeitsagenturen oder Schulämter, aber auch Unternehmen sowie kulturelle Einrichtungen – sollten einbezogen sein. Aus allen ausgezeichneten Projekten wird der Primus des Jahres gewählt.