Musical-Projekt "Zwei Tage im Hinterhof"

Thema: Kulturelle Bildung

Zwei Tage im Hinterhof
Förderverein Heinrich-Heine-Gymnasium Wolfen
Heinrich-Heine-Gymnasium Bitterfeld-Wolfen
Sachsen-Anhalt

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Fotos: Förderverein Heinrich-Heine-Gymnasium Wolfen

Jugendliche in Wolfen wollen mit einem Musical gegen Fremdenfeindlichkeit auftreten

Das große musikalische Interesse und das Engagement der Schüler des Heinrich-Heine-Gymnasiums in Wolfen waren der Anstoß, um in einem groß angelegten Gemeinschaftsprojekt das Rockmusical "Zwei Tage im Hinterhof" einzustudieren. Hintergrund ist der Wunsch, Darsteller und Zuschauer zu inspirieren, sich Menschen anderer Länder und Kulturen offen und neugierig anzunähern und sich in der Gesellschaft für Toleranz und ein gutes Zusammenleben einzusetzen. Gleichzeitig soll das Projekt die Freude der Schüler an Musik, Tanz und Theater fördern und vielfältige Kompetenzen stärken.

Das Projekt bindet etwa 60 Jugendliche der Klassen 7-11 mit unterschiedlichen Begabungen und Neigungen ein, die in Gruppen an Bühnenbild, Kostümen, Requisiten und Maske sowie an der musikalischen und choreografischen Umsetzung des Musicals arbeiten. Die Aufführung soll auf der Bühne des städtischen Kulturhauses im Herbst 2015 stattfinden. Beteiligt sind die beiden Schülerbands, die Arbeitsgemeinschaft Chor sowie einige Solisten und Tänzer, die alle außerhalb des regulären Unterrichts proben. Die szenische Umsetzung des Musicals basiert zum großen Teil auf den Ideen der Schüler, sie werden von einigen sehr engagierten Lehrern angeleitet. Ein Zeitplan regelt die einzelnen Aufgaben, Ziele und Verantwortlichkeiten.

Das Musical-Projekt gibt den Jugendlichen eine Möglichkeit, ihre Persönlichkeit zu entwickeln, mehr Selbstvertrauen zu bekommen und ihre eigenen Stärken und Fähigkeiten kennenzulernen. So werden nicht nur ihre musikalischen Kompetenzen gefördert, sondern auch Eigenschaften wie Team- und Empathiefähigkeit, Beratungs- und Leitungsfähigkeiten. Gleichzeitig soll das Projekt einen Beitrag dazu leisten, gedankliche Barrieren und Vorurteile gegenüber Andersdenkenden beim Publikum abzubauen und Fremdenfeindlichkeit entgegenzuwirken.

Am Heinrich-Heine-Gymnasium, am Stadtrand von Wolfen gelegen, lernen etwa 700 Schüler. Sie kommen aus der Kleinstadt und den umliegenden Gemeinden. Die Vermittlung einer grundlegenden Allgemeinbildung, die die Jugendlichen zur Aufnahme eines Studiums befähigt, und ihre Erziehung zu einem sozialen Verhalten, das sich gegen jegliche Form von Gewalt richtet, sind als pädagogische Ziele ausgewiesen. So trägt das Gymnasium den Titel "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage".

Die Schüler sind in verschiedenen Arbeitsgemeinschaften aktiv und gestalten diese mit. Beispiele sind die AG "Schule ohne Rassismus", "Sonnenlandprojekt", die Theater- und die Englisch-AG. Es gibt einen Schülerrat, der unter anderem das jährliche Sommerfest organisiert und die Projektwoche mitgestaltet. Die Schüler der 11. Klassen helfen beim Sportfest, indem sie Stationen betreuen, als Kampfrichter fungieren oder die Urkunden schreiben. Außerdem gestalten die Jugendlichen das Cover des schuleigenen Hausaufgabenheftes sowie die Homepage der Schule.

Der Förderverein Heinrich-Heine-Gymnasium Wolfen wurde im Jahr 1992 gegründet. Er widmet sich der Unterstützung der schulischen und außerschulischen Aktivitäten, wie beispielsweise der Weihnachtskonzerte und Theaterveranstaltungen sowie des Sport- und Kunstunterrichts. Hervorzuheben sind die Übergabe des WLAN-Systems an die Schule, der Aufbau des digitalen schwarzen Brettes und der Entwurf eines schuleigenen Armbändchens.

 

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