Schul- und Schülerfirma Steller-Solar-Aktiengesellschaft

Thema: Schulische Unternehmen

Schul- und Schülerfirma Steller-Solar-Aktiengesellschaft
Vereinigung der Freunde des Georg-Wilhelm-Steller-Gymnasiums
Georg-Wilhelm-Steller Gymnasium Bad Windsheim
Bayern

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Fotos: Vereinigung der Freunde des Georg-Wilhelm-Steller-Gymnasiums

Jugendliche in Nordbayern vermarkten Solarstrom vom Schuldach

Bereits im April 2002 gründeten die Schüler einer 6. Klasse des Georg-Wilhelm-Steller-Gymnasiums im bayerischen Bad Windsheim unter Anleitung ihres Lehrers für Wirtschaft und Recht die Steller-Solar-Aktiengesellschaft. In diesem Projekt geht es darum, Ökonomie, Ökologie und pädagogische Lehre sinnvoll miteinander zu verknüpfen. Die Jugendlichen können wirtschaftliches Grundwissen in die Praxis umsetzen und dabei Erfolge sehen. Gleichzeitig sollen sie sich mit ökologischen Themen wie Klimawandel, Erneuerbare Energien und ökologischer Fußabdruck auseinandersetzen. Derzeit ist die dauerhafte Bestandssicherung des Unternehmens das Hauptziel.

Die Leistung des auf dem Schuldach produzierten Solarstroms konnte zwischenzeitlich von 2,5 auf 7,5 kWP gesteigert werden. Zu Beginn des Projektes haben die Schüler Aktien entworfen, diese werden für 5 Euro ausgegeben. Zweimal jährlich findet eine Hauptversammlung statt, um alle Schüler einzubinden. Dabei wird die Arbeit der ordentlichen Aktiengesellschaft durch eine Stiftung unterstützt. Hervorzuheben ist, dass Schüler fast alle Posten in Vorstand, Aufsichtsrat und Stiftungsrat besetzen. Sie berechnen auch die Dividende und schlagen deren Verwendung vor. Im Wahl- und Projektunterricht legen die Jugendlichen ihre Themen sowie die Inhalte ihrer Präsentationen eigenständig fest.

Durch das Projekt werden die Schüler für ökonomische und ökologische Fragestellungen unserer Gegenwart sensibilisiert. Sie entwickeln dafür Interesse und Engagement. Die Schule bietet in Zusammenhang mit dem Solar-Unternehmen einen Wahlunterricht für Solar-minis und Solar-maxis an, der die Schülerinteressen berücksichtigt und in Betriebserkundungen gipfelt. Darüber hinaus gibt es entsprechende Projekt-Seminare an der Schule. Damit wird der Unterricht attraktiver, die Jugendlichen lernen motivierter. Letzten Endes trägt das Unternehmen dazu bei, dass die Schüler lebenstüchtiger werden.

Das Georg-Wilhelm-Steller-Gymnasium Bad Windsheim ist mit etwa 600 Schülern ein eher kleines Gymnasium in ländlicher Umgebung im Norden Bayerns. Die Schule blickt auf über 600 Jahre Vergangenheit zurück. Sie verfügt sowohl über einen naturwissenschaftlichen als auch einen sprachlichen Zweig, was den Jugendlichen eine individuelle Schwerpunktsetzung in den Klassen 8-10 erlaubt. Darüber hinaus gibt es ein breit gefächertes Zusatzangebot an Wahl- und Förderunterricht.

Die Schüler werden auf vielfältige Weise in den Schulalltag eingebunden. So sind sie beispielsweise an der Auswahl des Mittagessen-Angebotes beteiligt, sie bestimmen mit bei der Festlegung von Schulfahrten sowie von Schul- und Sportveranstaltungen. Jedes Jahr stellen sie selbst ein Veranstaltungsprogramm für die Schüler auf die Beine. Kürzlich wurde eine Zielvereinbarung getroffen, dass die Jugendlichen noch mehr in die Entscheidungsprozesse einbezogen werden sollen, zum Beispiel bei der Wahl von alternativen Unterrichtsthemen und Projekten.

Der Verein der Freunde des Steller-Gymnasiums wurde bereits 1955 gegründet und finanziert sich aus Spenden und den circa 130 Mitgliedsbeiträgen. Zweck ist insbesondere die Verbesserung der Ausstattung der Schule sowie die Finanzierung von sportlicher und musischer Ausbildung, von Exkursionen und Veranstaltungen. Hervorzuheben sind hier Wendo-Kurse für Mädchen und Fachvorträge für Eltern zu Themen wie Pubertät, Gewaltprävention und Internetgefahr.

 

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