Sozialpolitische Tage

Thema: Demokratiebildung

Sozialpolitische Tage
Verein der Freunde des Staatlichen Gymnasiums am Kurfürstlichen Schloss
Gymnasium am Kurfürstlichen Schloss zu Mainz
Rheinland-Pfalz

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Gymnasiasten in Mainz besuchen soziale Einrichtungen

Eine Schülerin an einem Mainzer Gymnasium hatte die Idee, sozialpolitische Tage als Projektwoche an ihrer Schule einzuführen. In einem praktischen Teil erhalten die Schüler die Möglichkeit, anderen Menschen in deren außergewöhnlichen Lebensbereichen auf Augenhöhe zu begegnen. Anschließend finden thematische Debatten darüber statt. Ziel ist es, das Interesse der Schüler an sozialen bzw. ehrenamtlichen Tätigkeiten zu wecken. Gleichzeitig soll das Projekt die Toleranz der beteiligten Jugendlichen fördern und ihren Horizont erweitern.

Die sozialpolitischen Tage werden am Schuljahresende durchgeführt; die Teilnahme ist freiwillig. Zu Beginn besuchen die Schüler soziale Einrichtungen, wie beispielsweise Förderschulen, Asylbewerberheime, Hospize, den Frauennotruf oder die Mainzer Tafel. Einige dieser Exkursionen werden in Zusammenkünften thematisch vorbereitet. Am Ende finden zwei Podiumsdiskussionen statt, zu der bekannte Lokalpolitiker und Vertreter von Institutionen eingeladen werden. Die Jugendlichen arbeiten in einem Ausschuss mit Eltern und Lehrern zusammen, um Ideen für die Gestaltung des Projektes zu diskutieren, die Exkursionen auszuwählen und den Ablauf zu organisieren. Geleitet wird dieser Ausschuss von der Schülervertreterin, die das Projekt initiiert hat.

Die im Projekt mitwirkenden Schüler sammeln Erfahrungen bei der Organisation von Exkursionen und Podiumsdiskussionen, die sie untereinander austauschen. Sie lernen Fristen einzuhalten, Kontakte zu knüpfen und organisatorische Aufgaben zu erfüllen, was zur Entwicklung ihres Selbstbewusstseins beiträgt. Langfristig beeinflussen die sozialpolitischen Tage die Haltung der Jugendlichen gegenüber Mitmenschen in schwierigen Lebenssituationen: Toleranz und Verständnis nehmen zu. Nicht zuletzt erhalten sie einen Überblick, wie und wo sie soziale Verantwortung oder ehrenamtliche Tätigkeiten übernehmen können.

Das Gymnasium am Kurfürstlichen Schloss zu Mainz ist eine staatliche innerstädtische Schule, deren Einzugsgebiet ausschließlich die Stadt Mainz ist. Der Schwerpunkt der pädagogischen Arbeit liegt zum einen auf den Naturwissenschaften beziehungsweise den MINT-Fächern, zum anderen gibt es einen bilingualen Englisch-Zug.

Die Schüler können sich – je nach Klassenstufe – in der eigenen Schülervertretung oder der für die Unterstufen engagieren und sich damit aktiv in die Gestaltung des Schulalltages einbringen. Insbesondere die Organisation von Projekten gehört zu ihren Aufgaben – seien es kleinere Veranstaltungen wie Sportturniere, der AIDS-Tag, die Rosenaktion oder ganze Projektwochen wie beispielsweise die Woche der Weltkulturen, "Schule als Staat", "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage".

Der Verein der Freunde des staatlichen Gymnasiums am Kurfürstlichen Schloss zu Mainz ist im Juni 1976 gegründet worden, um die Erziehung der Schüler am Schlossgymnasium zu fördern. Im Wesentlichen besteht er aus Eltern, ein Lehrer arbeitet im Vorstand mit. Durch Spenden, Beiträge und Einnahmen aus Schulveranstaltungen unterstützt der Verein alle Maßnahmen, die – abgesehen vom Unterricht – sinnvoll und nötig sind und einer Finanzierung bedürfen.

 

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