Primus-Preis

Zivilgesellschaftliche Bildungsinitiativen in der Corona-Krise

Ergebnisse einer Befragung der Primus-Preisträgerinitiativen


Über Wochen sind Kitas und Schulen in Deutschland geschlossen, Schülerinnen und Schüler im Homeschooling auf die digitalen Kompetenzen ihrer Lehrkräfte und auf ihre Eltern als Ersatzlehrkräfte angewiesen. Sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche drohen dabei noch weiter im Bildungsalltag abgehängt zu werden. Das Fehlen von sonst selbstverständlichen sozialen Kontakten auf dem Schulhof, Spielplatz und im Klassenzimmer ist für Kinder und Jugendliche besonders schwer hinzunehmen.

Zivilgesellschaftliche Bildungsinitiativen, die oft eng mit Kitas und Schulen zusammenarbeiten, sind in ihrer Arbeit ebenso eingeschränkt. Die Stiftung Bildung und Gesellschaft unterstützt mit der Vergabe des Primus-Preises eben solche Initiativen mit Vorbildcharakter, die engagiert konkrete Herausforderung im Bildungssystem aufgreifen.

In der aktuellen Lage haben wir unsere Preisträger-Initiativen gefragt, was die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie für ihre Projektarbeit bedeuten und wie sie bestmöglich damit umgehen.
 

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Die Antworten zeigen unterschiedliche Vorgehensweisen im Umgang mit der Krise. Manche Initiativen führen ihre Projekte in digitaler Form weiter, andere können ihren Teilnehmenden nur eingeschränkt Zugang zu den üblichen Inhalten ihrer Projekte geben. Einige sind leider überhaupt nicht in der Lage, ihre Arbeit durchzuführen.

Es zeigt sich, dass die Bedeutung von zivilgesellschaftlichen Bildungsinitiativen in diesen Krisenzeiten besonders zum Vorschein tritt. Nicht nur den Projektverantwortlichen fehlt die Arbeit in den Schulen und Kitas, sondern noch mehr den beteiligten Kindern, Jugendlichen, Lehrkräften und Betreuern.


Download

Die zentralen Erkenntnisse und Aussagen der befragten Initiativen sind in einer Publikation zusammengestellt, die Sie hier kostenfrei herunterladen können:
Detaillierte Befragungsergebnisse (PDF)
 

Stimmen

Einige Beispiele dafür, vor welchen Schwierigkeiten die Projekte durch die Corona-Krise stehen und wie sie die Herausforderungen zu meistern versuchen:

"Präventionsarbeit ist momentan nicht durchführbar, damit bricht eine wichtige Säule unserer Arbeit weg. Die Jahresplanung ist hinfällig, da umfangreiche Terminverschiebungen bis ins nächste Schuljahr hinein zu erwarten sind. Wir versuchen, per Mail Kontakt zu den Schulen zu halten und nutzen die Zeit zur konzeptionellen Arbeit und Weiterentwicklung des Projektes für die Zukunft."
Projekt: Schule mit Schutzkonzept

"Digitale Challenges, welche gemeinsam mit den älteren Kindern entwickelt wurden, sollen ein tägliches, außerschulisches und kreatives Angebot darstellen."
Projekt: Lernbegleitung Kom-Pass

"Die Situation verdeutlicht, dass unsere Projekte keinen verpflichtenden Bildungsinhalt darstellen. Die Zukunft betreffend sehen wir uns in unserem Ziel bestärkt, handwerkliche Bildung wieder stärker in den Bildungsplänen zu verankern."
Projekt: Modellbau bildet ...!

Förderung von Bildungsinitiativen

Besonders in schweren Zeiten ist die Förderung von zivilgesellschaftlichen Bildungsinitiativen wichtiger denn je. Wir haben aktuelle und dauerhafte Ausschreibungen von Förderprogrammen für solche Initiativen als Service-Angebot zusammengestellt.
Übersicht der Förderprogramme