Primus-Preis

Preisträger im Dezember 2018:

Brain Awareness – Ich und die Welt

Eine an der TU Dresden aktive Studierendengruppe will Schülerinnen und Schüler im Umgang mit psychischen Belastungen stärken.

Leistungsdruck, Mobbing oder schwierige soziale Verhältnisse im Elternhaus: Gründe, wieso Mädchen und Jungen heutzutage unter Stress leiden, gibt es viele. Laut dem DAK-Präventionsradar leiden 43 Prozent der Schülerinnen und Schüler deswegen unter Kopfweh, Schlafstörungen, Rücken- oder Bauchschmerzen. Dem will die nun von der Stiftung Bildung und Gesellschaft ausgezeichnete, interdisziplinär aufgestellte "Brain Awareness"-Gruppe entgegenwirken. Ihre Vision ist, den Jugendlichen nicht nur kurzfristig die Bewältigung alltäglicher psychischer Belastungen zu erleichtern. Sie will vielmehr langfristig die Widerstandskraft der Heranwachsenden stärken.

Dazu hat sie eine Reihe von Modulen für den Einsatz an Schulen erarbeitet. Die Themen: "Stress & Angst", "Schlafen & Träumen", "Lernen & Erinnerung", "Wahrnehmung & Realität" sowie "Persönlichkeit & Selbstbild". Jedes Modul kann beispielsweise im Biologie-, Psychologie- oder Ethik-Unterricht in einer Doppelstunde behandelt werden – oder alle in Kombination an einem Projekttag. Konzipiert sind die Einheiten bisher für die achte bis zwölfte Jahrgangsstufe. Langfristig sollen weitere Themen, wie etwa "soziale Beziehungen" folgen und alle Themen in einem schulbegleitenden Curriculum zusammengefasst werden.

Foto: On The Move e.V.
Foto: On The Move e.V.

Nach ersten Evaluationen und dem generell positiven Feedback der Schulen will die Gruppe, die zum Verein "On The Move" gehört, ihr Konzept nicht nur in Sachsen weiter verbreiten. Aktuell befinden sich bereits entsprechende Initiativen in Würzburg und Berlin in der Gründungsphase.

"Eigentlich macht Lernen Spaß, doch wenn Bildung mit negativem Stress verbunden ist, wirkt das kontraproduktiv", meint Birgit Ossenkopf, stellvertretende Geschäftsführerin der Stiftung Bildung und Gesellschaft. "Wenn Schülerinnen und Schüler die Mechanismen von Stress erkennen und bewusster mit ihnen umgehen können, kann sie das für ihren weiteren Lebensweg wappnen."

Foto: On The Move e.V.
Foto: On The Move e.V.

Fotos: On The Move e.V.

 

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