Primus-Preis

Preisträger im Juni 2018:

Bamberger Schulbiene

Bienen bestäuben die Mehrzahl aller Pflanzen und sind damit für die Vielfalt der Arten auf unserer Erde unverzichtbar. Ohne Bienen würde es einen größeren Teil unserer Nahrung nicht geben. Dennoch sind sie in ihrem Bestand stark gefährdet. Das Projekt "Bamberger Schulbiene" bringt Kindern und Jugendlichen diese Zusammenhänge näher und geht die Vermittlung dieses Umweltthemas auf unkonventionelle Weise an.

Angeschoben durch eine Crowdfunding-Aktion und aus Spenden finanziert, summt die "Bamberger Schulbiene" bereits seit fünf Jahren durch alle Lehreinrichtungen der nordbayerischen Stadt. Für Grund-, Haupt- oder Berufsschule hat sie passende Inhalte und Unterrichtsformen mit dabei, und dies keineswegs nur für das Biologie-Fach. So kann das Bienen-Thema auch in der Mathematik für die zehnte Klasse einer Wirtschaftsschule stattfinden oder im Ethikunterricht in einer Grundschule. An Projekttagen oder auch in einzelnen Unterrichtseinheiten geht es insbesondere um ein ganzheitliches Verständnis: Die Biene dient als anschauliches Beispiel für Naturkreisläufe, aber auch, wie die Wirtschaft funktioniert.

Foto: bienen-leben-in-bamberg.de
Foto: bienen-leben-in-bamberg.de

Das Projekt geht auf die private Initiative der beiden Imker Ilona Munique und Reinhold Burger zurück. Für die "Bamberger Schulbiene" kooperieren sie mit dem Imker und Bienenzuchtverein Bamberg Stadt und Land e. V.

Als sichtbaren Ankerpunkt haben sie auf dem ehemaligen Landesgartenschaugelände die "Bienen-InfoWabe" geschaffen. Sie steht den Schulen und zu regelmäßigen Terminen auch der Bevölkerung offen. Der wabenförmige Holzbau ist umgeben von einem frei zugänglichen Bienengarten und wird seit 2016 als außerschulischer Lernort genutzt. In diesem „Klassenzimmer im Grünen“ werden die Zusammenhänge von Bienen, Honig, Imkerei und Lebensräumen als Natur-Erlebnis erfahrbar.

"Die Bamberger Schulbiene steht für vernetztes Lernen – fächerübergreifend, praxisnah, fundiert und vielfältig in der Umsetzung", begründet Birgit Ossenkopf, stellvertretende Geschäftsführerin der Stiftung Bildung und Gesellschaft, die Entscheidung der Jury. "Auch der Ansatz, für unterschiedliche Schulformen passgenaue Angebote zuzuschneiden, ist vorbildlich."

Foto: bienen-leben-in-bamberg.de

Fotos: bienen-leben-in-bamberg.de

 

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