Primus-Preis

Preisträger im März 2019:

Pänz an die PCs

Kinder unternehmen ihre ersten Ausflüge in die Computerwelt – begleitet durch Berufsschüler vom Erich-Gutenberg-Berufskolleg Köln.

Was ist der Unterschied zwischen einer SMS und einer E-Mail? Wie bekommt man die besten Treffer in einer Suchmaschine? Und wozu sind Passwörter gut? Das sind einige der Fragen, die im Projekt "Pänz an die PCs" beantwortet werden. Azubis aus dem IT-Bereich, die das Erich-Gutenberg-Berufskolleg besuchen, leiten Drittklässler in einer benachbarten Grundschule im sozialen Brennpunkt Köln-Buchheim an. Auf diese Weise legen sie die Grundlagen für den Umgang mit Software, Internet und digitalen Medien – sozusagen das kleine Einmaleins der Computerwelt.

Der Einsatz von Rechnern ist im Unterricht an deutschen Grundschulen eher die Ausnahme als die Regel. Diesem Manko wirken die Berufsschüler entgegen, indem sie sich jede Woche eine Stunde mit den Kindern an den PC setzen. Die Älteren sind Paten für die Jüngeren. Die Berufsschüler werden von ihren Betrieben freigestellt, um durch das Projekt soziales Engagement und Teamfähigkeit zu zeigen. Die individuelle Betreuung fußt auf einem medienpädagogischen Konzept, das die Möglichkeiten, aber auch die Risiken von Computertechnik und Vernetzung in den Blick nimmt.

Foto: Ute Feller

"Pänz an die PCs" ist bereits im Jahr 2000 gestartet. Die digitale Welt und somit auch die Inhalte, die vermittelt werden, haben sich seitdem verändert. Gleich geblieben ist aber die Idee, Kindern aus einem schwierigen Umfeld durch Bildung bessere Chancen für die gesellschaftliche Teilhabe zu eröffnen. Projektleiterin Ute Feller: "Die Kinder lernen spielerisch neue Funktionen des Computers kennen und verbessern nebenbei mit großer Freude ihre Lese- und Schreibfähigkeit."

Für die Stiftung Bildung und Gesellschaft spielte bei der Wahl des Projekts zum Primus des Monats noch ein weiterer Aspekt eine Rolle: "Die Berufsschüler tauschen die Rollen und werden hier selbst zu Lehrenden", sagt Birgit Ossenkopf, stellvertretende Geschäftsführerin der Stiftung. "Damit entwickeln sie ihre eigenen pädagogischen und sozialen Kompetenzen weiter, was ihnen auch im zukünftigen Berufsleben nützlich sein wird."

Foto: Ute Feller

Fotos: Ute Feller

 

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