Primus des Jahres geht an das

Projekt "Kinder lesen Katzen vor"


Ein Projekt des Tierschutzvereins für Berlin e.V., bei dem Mädchen und Jungen Lesen üben und nebenbei das Vertrauen von Tierheimkatzen gewinnen, ist zum Primus des Jahres gewählt worden. Beim Publikumsvoting setzte es sich durch und erhält 3.000 Euro Preisgeld vom Stifterverband.

Pressemitteilung vom 18. März 2021

Ein Projekt des Tierschutzvereins für Berlin e.V., bei dem Mädchen und Jungen Lesen üben und nebenbei das Vertrauen von Tierheimkatzen gewinnen, ist zum Primus des Jahres gewählt worden. Beim Publikumsvoting setzte es sich durch und erhält 3.000 Euro Preisgeld vom Stifterverband.

Katzen sind geduldige Zuhörer, und es macht ihnen nichts aus, wenn der Lesefluss einmal ins Stocken gerät. Damit sind sie das ideale Publikum für Kinder, die mit dem Lesen Probleme haben und so eine schöne Gelegenheit zum Üben bekommen."Das Förderprojekt, bei dem Sieben- bis Zwölfjährige ihre Lesefähigkeit verbessern, soziale Kompetenzen stärken und den Tierschutz kennen lernen, hat auch den ersten Platz bei der Wahl zum Primus des Jahres geholt. Bei der Abstimmung hatten sich die zwölf im vergangenen Jahr mit dem Primus des Monats ausgezeichneten Initiativen dem Voting des Publikums gestellt. "Kinder lesen Katzen vor" sicherte sich mit 17,6 Prozent der per SMS abgegebenen Stimmen den Sieg. Insgesamt hatten sich 1.400 Menschen an der Wahl beteiligt.

Den zweiten Platz (16,1 Prozent Stimmenanteil) und damit 2.000 Euro Preisgeld erreichte der Münchener Verein "Zivilcourage für ALLE", der Jugendlichen in Schultrainings vermittelt, wie sie sich in riskanten Situationen für Schwächere einsetzen können, ohne sich selbst und andere zu gefährden.

Auf den dritten Rang (12,0 Prozent der abgegebenen Stimmen) kam der in Schleswig-Holstein beheimatete Verein Extremislos. Er möchte Kinder und Jugendliche mit seinem Bildungsangebot gegen extremistische Tendenzen immunisieren.

"Die Vielfalt der Ideen und die Bandbreite der zivilgesellschaftlichen Initiativen zeigt, wie viel Potenzial im Engagement vor Ort steckt", erklärt Birgit Ossenkopf, Projektleiterin im Stifterverband. "Die ausgezeichneten Projekte packen nicht nur eine konkrete Herausforderung im Bildungssystem an, sondern regen auch zum Nachahmen an – dies sichtbar zu machen, war der Sinn des Primus."

Mit dem im Dezember 2020 verliehenen 100. Primus-Preis wird die Auszeichnung nicht mehr vergegeben. An ihre Stelle tritt im Frühjahr ein neuer Wettbewerb, mit dem der Stifterverband inspirierende "Bildungsorte" prämiert, die in besonderer Weise Lust auf Bildung machen und zur Nachahmung motivieren. Details zur Ausschreibung werden in Kürze bekannt gegeben.